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DISARSTAR

DISARSTAR ist 26 Jahre alt, Hamburger Jung und Künstler. Sein musikalisches Metier ist Rap mit beeindruckend tiefen, klugen und politisch klaren Texten. Seit 16 Jahren ist die Musik sein ständiger Begleiter und am 06.03. erscheint das 4. Album „Klassenkampf & Kitsch“. DISARSTAR über politischen Rap, zivilen Ungehorsam und Reflexion.

Der Titel deines Albums „Klassenkampf und Kitsch“ betitelt die Widersprüchlichkeit in unserer neoliberalistischen Gesellschaft. Was macht für Dich politischer Rap aus? Was ist Dein Antrieb dahinter?

Ich glaube nicht, dass es spezielle Paradigmen gibt, die erfüllt werden müssen, damit Rap das Prädikat „politischer Rap“ erhält. Ich glaube, politische Musik kann in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. Mein Antrieb ist, die Welt um mich herum zu reflektieren und das Resultat dessen auszudrücken. In Zeiten wie diesen ist das oft unweigerlich politisch.

Wie hältst Du es mit „zivilem Ungehorsam“ und Gewalt?

Ich denke ziviler Ungehorsam kann ein legitimes Mittel politischen Protests sein. Politischer Protest passiert ja nicht in luftleerem Raum und ist auch kein echter Protest mehr, wenn man einfach nachhause geht, weil beispielsweise die Polizei einen dazu auffordert. Ich hoffe, dass diese Welt sich dialektisch, evolutionär, langfristig zu einem gewaltfreien Ort entwickelt, aber Stand jetzt ist sie voll von Gewalt. Ob in struktureller Form, in Form von Ausbeutung, Unterdrückung, Waffenexporten und Leistungszwang, oder in direkter Form, in Form von Kriegen, oder auch fliegenden Pflastersteinen.

Am 19.03. spielst Du im Berliner SO 36. Wie fühlst Du Dich in Berlin?

Ist bei den letzten beiden Albumproduktionen eine zweite Heimat geworden.

Das ganze Interview findet in der Rubrik Interview
Album VÖ: 06.03. „Klassenkampf & Kitsch“ / Warner Music International  


Donnerstag 19.03.2020 / 20 h
SO 36

//.so36.de